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  Feuerwehr-Großübung "Wasserförderung nach Westhaid" 08.08.2007
 
 
 

 

WESTHAID – Kürzlich probten Kreisbrandinspektor Peter Schlerf und federführender Kommandant Michael Lorenz mit den Feuerwehren Schwarzenbach, Burgthann, Ezelsdorf, Ober-/Unterferrieden Grub und Mimberg, im Rahmen einer Großübung, wie lange es dauert, bis die Großgemeinde-Feuerwehren eine lange Schlauchstrecke von der Schwarzach nach dem Ortsteil Westhaid verlegt haben.

Übungsannahme war ein größerer Brand in dem landwirtschaftlich strukturierten Ortsteil, für welchen die Löschwasserversorgung aus dem Hydrantennetz nicht ausreichte. Sieben Burgthanner Ortswehren benötigten rund eine halbe Stunde, um über 4 Pumpen 800 Liter Wasser in der Minute(!) von der Wasserentnahme über eine Tragkraftspritze TS 8/8 in der Burgthanner Gibitzenhofstraße, über eine von Hand verlegte B-Schlauchleitung von 1,8 Kilometern Länge, in den 450 Meter hoch gelegenen Weiler Westhaid zu fördern. Dort diente der 3000 Liter fassende Faltbehälter der FF Burgthann als Puffer, aus welchem die Heckeinbaupumpe eines Löschfahrzeuges das Wasser saugte und zu den Strahlrohren weiterverteilte.

Von der Entnahmestelle an der Schwarzach in Burgthann gelangte das Löschwasser über die Förderleitung und den Verstärkerpumpen nach Westhaid, wo es in einem Faltbehälter gespeist und von dort wieder entnommen wurde.

Um alle teilnehmenden Wehren ausreichend mit Arbeit zu versorgen, wurden durch die Übungsleitung noch weitere Aufgaben, wie zum Beispiel die Rettung einer unter einem - vom Fuhrunternehmen Dieter Renner zur Verfügung gestellten – LKW eingeklemmten Person mittels Hebezeug zu befreien dies übernahm die Kameraden der FF Ober-/Unterferrieden. Oder der richtige Einsatz des Altdorfer Heuwehr-Anhängers in das Übungsszenario mit eingebaut.

Auch Burgthanns 1. Bürgermeister Georg Hirsch ließ es sich nicht nehmen, sich vor Ort von der Leistungsfähigkeit seiner Wehren zu überzeugen und inspizierte die einzelnen Stationen.

In der anschließenden Einsatz-Nachbesprechung bedankte sich Kreisbrandinspektor Schlerf bei allen teilnehmenden Kräften für die professionelle und zügige Arbeit. Als Resümee sah man sich in der Erfahrung bestätigt, dass alleine das Hydrantennetz für einen größeren Brand in dem hochgelegenen Weiler nicht ausreicht und ein funktionsfähiger Löschwasservorrat nicht vorhanden ist, so dass auch im Einsatzfall Wasser über lange Schlauchleitungen und über Tanklöschfahrzeuge vor Ort verbracht werden müsste.

Man war sich darüber klar, dass im Ernstfall die eine 800 Liter fassende Leitung nicht ausreichen würde, sondern man dann auch den 2.000 Meter B-Schläuche und 2 Tragkraftspritzen TS 8/8 mitbringenden Altdorfer Schlauchwagen SW 2000 und noch weitere umliegende Feuerwehren mit einbinden müsste.

Ziel der aktuellen Übung war es, auszuloten, wie weit man mit den eigenen Mitteln kommen würde. Dieses Übungsziel wurde mit Erfolg erreicht.

Eingesetzte Kräfte:

KBI Peter Schlerf, KBM Thomas Pöllot

FF Schwarzenbach mit TSF
FF Burgthann mit LF 16, LF 8/6, FR
FF Ezelsdorf mit LF 8/6
FF Ober-/Unterferrieden mit MZF, LF 8/6, LF 8/6
FF Grub mit TSF
FF Mimberg mit LF 8
FF Röthenbach b. Altdorf mit MZF und Heuwehranhänger




Bericht: FF Burgthann, FF Unterferrieden
Bilder: FF Burgthann